ALLGEMEINE MIET- UND PACHTBEDINGUNGEN

ARTIKEL 1 - DEFINITIONEN

Die in diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen genannten Beträge verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer. In diesen Bedingungen haben die folgenden Begriffe die folgenden Bedeutungen:

  • EntrepreneurEine natürliche oder juristische Person, die einen Vertrag über die entgeltliche Überlassung einer Mietsache abschließt.
  • VerbraucherEine natürliche Person, die nicht in Ausübung eines Berufes oder Gewerbes handelt und die einen Vertrag über die entgeltliche Nutzung einer Mietsache abschließt.
  • Mietobjekt: ein Objekt, das für den Aufenthalt und die Fortbewegung auf dem Wasser ausgerüstet und für Sport- oder Freizeitaktivitäten bestimmt ist, einschließlich der dazugehörigen Ausrüstung und des Inventars.
  • Offenes Segel- und Motorboot: Mietobjekt ohne Kabinenunterkunft.
  • MietvertragDie Vereinbarung, mit der sich der Unternehmer verpflichtet, dem Verbraucher den Gebrauch eines Mietgegenstandes ohne Besatzung gegen Entgelt zu überlassen.
  • Elektronisch: per E-Mail oder Website.
  • InventarlisteListe der Objekte, die zu dem gemieteten Objekt gehören.
  • Bedingungsliste: Liste, auf der die Parteien den Zustand der Mietsache, insbesondere eventuelle Schäden, vor der Abreise festhalten.

 

ARTIKEL 2 - ANWENDBARKEIT

  • Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle zwischen dem Vermieter und dem Verbraucher abgeschlossenen Verträge über die Vermietung von Mietobjekten.
  • Diese Bedingungen können aus dem Niederländischen in eine Fremdsprache übersetzt werden. Bei Abweichungen zwischen den Texten infolge dieser Übersetzung ist der niederländische Text maßgebend.

 

ARTIKEL 3 - DAS ANGEBOT/DER ANGEBOTSPREIS

  • Der Unternehmer gibt das Angebot mündlich, schriftlich oder elektronisch ab.
  • Ein mündliches Angebot muss sofort angenommen werden, sonst verfällt es, es sei denn, es wurde gleichzeitig eine Frist zur Annahme gesetzt.
  • Das schriftliche oder elektronische Angebot ist mit einem Datum versehen und ist während der angegebenen Frist oder, falls keine Frist angegeben ist, während zehn Arbeitstagen nach dem Datum unwiderruflich.
  • Das Angebot enthält eine vollständige und genaue Beschreibung des Mietobjekts und gibt in jedem Fall an: - die Mietdauer und den Abfahrts-/Ankunftshafen; - die Mietsumme mit eventuellen Nebenkosten und die Zahlungsweise.
  • Dem Angebot ist ein Exemplar dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen beigefügt.

 

ARTIKEL 4 - DER VERTRAG

  • Der Vertrag kommt durch Annahme des Angebots durch den Verbraucher zustande. Im Falle einer elektronischen Bestellung sendet der Unternehmer eine elektronische Bestätigung an den Verbraucher.
  • Vereinbarungen werden vorzugsweise schriftlich oder elektronisch festgehalten.
  • Eine Kopie eines schriftlichen Vertrags muss dem Verbraucher ausgehändigt werden.

 

ARTIKEL 5 - DER PREIS UND PREISÄNDERUNGEN

  • Der Mietpreis und eventuelle zusätzliche Kosten, die der Verbraucher zu zahlen hat, werden im Voraus vereinbart, ebenso wie die Befugnis zu zwischenzeitlichen Preisänderungen.
  • Änderungen von Steuern, Verbrauchssteuern und ähnlichen staatlichen Abgaben können vom Eigentümer jederzeit weitergegeben werden.

 

ARTIKEL 6 - ZAHLUNGSBEDINGUNGEN

  • Die Zahlung des Mietpreises hat innerhalb von zehn Werktagen nach Erhalt der Rechnung, in jedem Fall aber am Tag des Beginns der vereinbarten Mietzeit, im Büro des Vermieters oder durch Überweisung auf ein vom Vermieter angegebenes Bankkonto zu erfolgen.
  • Der Verbraucher gerät in Verzug, wenn der Zahlungstermin verstrichen ist. Der Unternehmer sendet nach Ablauf der Frist eine Zahlungserinnerung und gibt dem Verbraucher die Möglichkeit, innerhalb von vierzehn Tagen nach Erhalt dieser Zahlungserinnerung zu zahlen. Wenn nach dem in der Zahlungserinnerung angegebenen Datum immer noch keine Zahlung erfolgt ist und der Verbraucher sich nicht auf Umstände berufen kann, die er nicht zu vertreten hat, hat der Unternehmer das Recht, nach Ablauf der Zahlungsfrist Zinsen zu berechnen. Diese Zinsen entsprechen den gesetzlichen Zinsen plus 3 % pro Jahr über dem geschuldeten Betrag.
  • Bleibt der Verbraucher nach der Zahlungserinnerung mit der Zahlung des geschuldeten Betrags in Verzug, hat der Unternehmer außerdem das Recht, den in Absatz 2 genannten Betrag um die Inkassokosten zu erhöhen. Zu den außergerichtlichen Kosten gehören alle Kosten, die der Eigentümer für die Dienste von Rechtsanwälten, Vollstreckungsbeamten und allen anderen Personen, die er für die Eintreibung des geschuldeten Betrags benötigt, in Rechnung stellen muss. Die außergerichtlichen Kosten werden wie folgt festgelegt: 15% über die ersten € 2500 des geschuldeten Betrags; 10% über die nächsten € 2500 des geschuldeten Betrags; 5% über die nächsten € 5000 des geschuldeten Betrags; 1% über die nächsten € 15.000 des geschuldeten Betrags.
  • Beanstandungen von Rechnungen sind innerhalb einer angemessenen Frist nach Erhalt der betreffenden Rechnung möglichst schriftlich und hinreichend beschrieben und begründet an den Inhaber zu richten.

 

ARTIKEL 7 - STORNIERUNG

  • Wenn der Verbraucher den Mietvertrag stornieren möchte, muss er dies dem Unternehmer so schnell wie möglich schriftlich oder elektronisch mitteilen. Im Falle des Widerrufs schuldet der Verbraucher dem Unternehmer einen festen Betrag als Entschädigung:
  • 15% des vereinbarten Mietpreises bei Stornierung bis zu drei Monaten vor Mietbeginn;
  • 50% des vereinbarten Mietpreises bei Stornierung bis zu zwei Monaten vor Mietbeginn;
  • 75% der vereinbarten Miete bei Kündigung bis einen Monat vor Mietbeginn;
  • 100% des vereinbarten Mietpreises bei Rücktritt innerhalb eines Monats vor Mietbeginn bzw. am Tag des Mietbeginns, alle vorgenannten Entschädigungsbeträge mit einem Mindestbetrag von € 68.
  • Wenn ein Verbraucher einen Mietvertrag widerruft, bei dem der Mietpreis bis zu 250 € beträgt, ist abweichend vom vorherigen Absatz eine pauschale Entschädigung zu zahlen, und zwar in Höhe von
  • 0% der vereinbarten Mietsumme bei Stornierung bis zu einer Woche vor Mietbeginn;
  • 50% der vereinbarten Mietsumme bei Stornierung bis zu zwei Tagen vor Mietbeginn;
  • 100 % des vereinbarten Mietpreises bei Stornierung innerhalb von zwei Tagen vor Beginn der Mietzeit.

 

ARTIKEL 8 - DIE PFLICHTEN DES UNTERNEHMERS

  • Zu Beginn der Mietzeit stellt der Unternehmer dem Verbraucher den Mietgegenstand zur Verfügung. Der Vermieter sorgt dafür, dass sich der Mietgegenstand in einem ordnungsgemäßen Zustand befindet, für den vorgesehenen Zweck verwendet werden kann und mit einer für den vereinbarten Bereich geeigneten Sicherheitsausrüstung versehen ist.
  • Der Unternehmer ist verpflichtet, den Mietgegenstand zugunsten des Verbrauchers ausreichend gegen Haftpflicht-, Kasko- und Diebstahlschäden für Fahrten in dem zwischen dem Unternehmer und dem Verbraucher vereinbarten Bereich zu versichern.
  • Der Vermieter kann dem Verbraucher nicht erlauben, aufgrund von schlechten Wetterbedingungen (Windstärke 5 Bft oder mehr) und/oder übermäßigem Alkohol- und/oder Drogenkonsum abzureisen.
  • Vor der Abreise ist der Eigentümer verpflichtet, die Liste der Bedingungen in Übereinstimmung zu unterschreiben. Der Unternehmer händigt dem Verbraucher eine Kopie der unterschriebenen Konditionsliste aus.
  • Falls erforderlich, stellt der Unternehmer dem Verbraucher vor der Abreise ein Inventar zur Verfügung.

 

ARTIKEL 9 - DIE PFLICHTEN DES VERBRAUCHERS

  • Der Verbraucher sollte über ausreichende Kenntnisse verfügen. Wenn der Verbraucher nicht über ausreichende Kenntnisse verfügt, um vom Unternehmer beurteilt zu werden, sollte der Verbraucher mindestens 18 Jahre alt sein. Diese Altersgrenze von 18 Jahren gilt nicht für offene Segelboote.
  • Der Verbraucher ist verpflichtet, das Inventar zu überprüfen, wie es auf der dem Verbraucher vom Eigentümer übergebenen Inventarliste angegeben ist, und das Vorhandensein der zum Mietobjekt gehörenden Sicherheitsausrüstung für den betreffenden Bereich zu überprüfen.
  • Vor der Abfahrt muss der Verbraucher die Liste der Bedingungen für die Genehmigung unterschreiben.
  • Wenn das Inventar nicht mit dem in der Inventarliste angegebenen Inventar übereinstimmt oder die Sicherheitsausrüstung unvollständig oder defekt ist, sollte der Verbraucher den Eigentümer vor der Abfahrt darüber informieren.
  • Der Verbraucher nutzt das Mietobjekt als guter Familienvater und guter Fahrer und in Übereinstimmung mit dem Ziel. Der Verbraucher darf keine Änderungen an dem gemieteten Objekt vornehmen. Der Verbraucher darf den Mietgegenstand ohne schriftliche Genehmigung des Eigentümers nicht in Gebrauch geben.
  • Am Ende der Mietzeit übergibt der Verbraucher dem Unternehmer den Mietgegenstand zum vereinbarten Zeitpunkt und am vereinbarten Ort in dem Zustand, in dem er ihn erhalten hat.
  • Die Kosten, die unmittelbar mit der Nutzung der Mietsache zusammenhängen, wie z.B. Maut-, Hafen-, Brücken-, Kai-, Schleusen- und Liegeplatzgebühren sowie Kosten für Treibstoff gehen zu Lasten des Verbrauchers.
  • Der Verbraucher benötigt die Erlaubnis des Eigentümers, um Reparaturen durchführen zu lassen. Der Unternehmer erstattet dem Verbraucher die Kosten der Reparatur, wenn spezifizierte Rechnungen vorgelegt werden.
  • Die Kosten für die übliche Wartung und Mängelbeseitigung gehen zu Lasten des Eigentümers.
  • Der Verbraucher muss Schäden jeglicher Art oder Tatsachen und/oder Umstände, die vernünftigerweise zu einem Schaden führen könnten, dem Eigentümer so schnell wie möglich melden.
  • Der Verbraucher hat die Anweisungen des Vermieters zu befolgen, um den Mietgegenstand zu erhalten und die Rechte des Vermieters zu wahren.

 

ARTIKEL 10 - DIE HAFTUNG

  • Der Verbraucher haftet für Beschädigungen und/oder Verlust des Mietgegenstandes, soweit diese nicht durch die Versicherung gedeckt sind, die während der Zeit auftreten, in der er den Mietgegenstand in seinem Besitz hat. Der Verbraucher haftet nicht, wenn er nachweisen kann, dass der Schaden und/oder Verlust nicht von ihm oder einem seiner Mitmieter verursacht wurde oder ihm und/oder seinen Mitmietern nicht zugerechnet werden kann. Unter Schaden ist auch ein Folgeschaden zu verstehen.
  • Der Verbraucher haftet in vollem Umfang für alle von ihm verursachten (Folge-)Schäden, die nicht durch die in Artikel 8 genannte Versicherung gedeckt sind, wenn er den Mietgegenstand in einem Bereich nutzt, der nicht zwischen ihm und dem Vermieter vereinbart wurde. Für die Aira 22's, die Maxima Schaluppen und die Tiny Houseboats ist das Fahrgebiet auf die friesischen Binnengewässer mit Ausnahme des IJsselmeers und des Wattenmeers beschränkt. Das IJsselmeer und die Waddenzee gehören zum Segelrevier der Hanse 315.
  • Der Verbraucher haftet in vollem Umfang für alle Schäden und Kosten, die nicht durch die in Artikel 8 genannte Versicherung gedeckt sind und die darauf zurückzuführen sind, dass er die vom Vermieter erteilten Anweisungen zur Erhaltung des Mietobjekts und zur Wahrung der Rechte des Vermieters gemäß Artikel 9, Absatz 10 nicht befolgt hat.
  • Der Vermieter haftet nicht für Schäden an Gegenständen oder für Körperverletzungen/Unfälle, es sei denn, diese Schäden und/oder diese Körperverletzungen/Unfälle sind eine unmittelbare Folge eines Mangels der vom Vermieter zur Verfügung gestellten Mietsache.
  • Für den Selbstbehalt wird eine Kaution vom Verbraucher gestellt. Die Höhe der Kaution wird bei der Buchung vereinbart. Die Kaution für die Falken wird durch Unterzeichnung einer einmaligen Einzugsermächtigung bereitgestellt. Für die anderen Boote muss die Kaution vor Beginn der Mietzeit gezahlt werden. 
  • Eine erhaltene Kaution wird innerhalb von 5 Werktagen auf das Bankkonto des Verbrauchers zurückerstattet, es sei denn, es liegt ein Schaden vor.

 

ARTIKEL 11 - NICHTERFÜLLUNG DES VERTRAGS

  • Wenn der Unternehmer seinen Verpflichtungen aus dem Mietvertrag nicht nachkommt, kann der Verbraucher den Mietvertrag ohne gerichtliches Einschreiten als aufgelöst betrachten. Der Eigentümer muss dann alle bereits gezahlten Beträge sofort zurückzahlen.
  • Der Verbraucher hat darüber hinaus Anspruch auf Ersatz des ihm entstandenen Schadens, es sei denn, der Mangel des Unternehmers ist ihm nicht zuzurechnen.
  • Das Vorstehende gilt nicht, wenn der Unternehmer eine für beide Seiten zumutbare Alternative anbietet.
  • Wird der Mietgegenstand später als zum vereinbarten Zeitpunkt am vereinbarten Ort zurückgegeben, hat der Vermieter Anspruch auf eine anteilige Erhöhung des Mietpreises und auf Ersatz eines weiteren (Folge-)Schadens, es sei denn, die verspätete Rückgabe ist dem Verbraucher nicht zuzurechnen.
  • Übergibt der Verbraucher den Mietgegenstand nicht in dem Zustand, in dem er ihn erhalten hat, oder hat er nicht gemäß Artikel 9 dieser Bedingungen gehandelt, ist der Vermieter berechtigt, den Mietgegenstand auf Kosten des Verbrauchers in den Zustand zu versetzen, in dem er sich zu Beginn der Mietzeit befand. Letzteres gilt nicht, wenn die vorgenannten Kosten von einer Versicherung übernommen werden.

 

ARTIKEL 12 - BESCHWERDEN

  • Beschwerden über die Durchführung des Vertrages müssen schriftlich oder elektronisch und deutlich beschrieben und erklärt werden, innerhalb einer angemessenen Frist, nachdem der Verbraucher die Mängel entdeckt hat oder hätte entdecken können, an den Unternehmer.
  • Die nicht rechtzeitige Einreichung der Reklamation kann dazu führen, dass der Verbraucher seine Rechte in der Angelegenheit verliert, es sei denn, die Überschreitung der Frist ist dem Verbraucher nicht zuzurechnen.
  • Wenn deutlich geworden ist, dass die Beschwerde nicht einvernehmlich gelöst werden kann, spricht man von einem Streitfall.

 

ARTIKEL 13 - ABWEICHUNG VON DEN BEDINGUNGEN

 Individuelle Abweichungen von diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen, einschließlich Ergänzungen oder Erweiterungen, müssen schriftlich oder elektronisch zwischen dem Unternehmer und dem Verbraucher festgehalten werden.

 

ARTIKEL 14 - RECHTSWAHL

 Alle Streitigkeiten im Zusammenhang mit diesem Vertrag unterliegen dem niederländischen Recht.

×